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FGAV - Chronik
Die Landfrauen, allen voran unsere inzwischen leider verstorbene Ehrenfasnachterin Hedwig Daub, waren es auch, die dann mit Unterstützung der Gymnastikgruppe am 28.01.1978 die erste "Auerbacher Fasnachtssitzung" inszenierten und damit den Anfang einer bis heute fortdauernden Tradition setzten. Diese Gemeinschaftsveranstaltung der Auerbacher Vereine sollte dem jeweiligen Turnhallenpächter einen gewissen Ausgleich für entgangene Einnahmen bei Vereinsfesten, die seinerzeit in der Turn- und Festhalle stattfanden, bieten. Damals wurde unter den Klängen der sogenannten "Max-Merkel-Band" auch der erste Auerbacher Elferrat inthronisiert, dem folgende Personen angehörten:
Rudolf Kohl, Bruno Hamm, Karl Bossert, Egon Bossert, Werner Künzler, Heinz Roßwag, Robert Beblawy, Robert Wenka, Günter Pfeiffer, Josef Schreck und Werner Bodemer.
Erster Zeremonienmeister war Franz Schulz.
Die Begeisterung der Elferräte hinsichtlich ihres neuen Amtes hielt sich allerdings in Grenzen, was dazu führte, dass 1979 keine Veranstaltung stattfinden konnte, und 1980 Fritz Mangler und Ewald Guthmann den Elferrat vervollständigen mussten. In jenem Jahr gab es auch den ersten Orden, der als "Bierdeckelorden" an die Aktiven der erstmals komplett teilnehmenden Auerbacher Vereine verliehen wurde.
Helmut Weisse, der inzwischen als Präsident fungierte, hatte nunmehr zur Programmgestaltung stets genügend Beiträge der Vereine zur Verfügung, musste lediglich 1982 auf den Elferrat verzichten, der - obwohl in der Sitzung 1981 mit "Russenkappen" versorgt - nicht mehr in der alten Besetzung zusammenzubringen war. Ab 1983 wurde dann ein neuer Elferrat gebildet, dem vom Erstelferrat nur noch Werner Bodemer und Josef Schreck angehörten.
Erstmals "thronte" dann der Elferrat - gekleidet in schwarzen Hosen, weißem Hemd, Zylinder und roter Krawatte - während dem gesamten Programm auf der Bühne, was damit zum festen
Regularium wurde. 1984 wurden die Zylinder durch die ersten echten Elferratsmützen ersetzt
und zwei Jahre später konnte man sich erstmals perfekt eingekleidet präsentieren.
Von nun an ging es steil bergauf mit der Fasnacht in Auerbach,
die immer mehr Bewunderer fand und deren Zuspruch sich ständig steigerte. Auch
die Vereine machten anfangs noch begeistert mit und für viele der „Älteren“
werden die „Hitparade“ der Feuerwehr, der „Starlight Express“ der
Motorradfreunde, das „Rammlerballett“ der Kleintierzüchter, aber auch die
Vorträge von Zilla Hamm mit der tat- und stimmkräftigen Unterstützung des
Gesangvereins, um nur einige wenige der vielen Highlights zu nennen, unvergesslich
bleiben.
Der Auerbacher Narrengruß "Kugelbax", der schon 1984 seine Uraufführung erlebte, wurde ab 1985 durch die Auerbacher Narrenrakete ergänzt, die vom Präsidenten für besonders gelungene Vorträge gestartet wird.
1985 trat auch erstmals die neugegründete FGAV-Tanzgarde unter der Leitung von Hedi Mohrhardt auf, was der Start einer unvergleichlichen Erfolgsstory für die FGAV bedeuten sollte (siehe Chronik Tanzgarden!).
Rathaus", verbunden mit der "Entmachtung" von Ortsvorsteher und Bürgermeister und der "Regierungsübernahme" durch den Elferrat, durchgeführt. Dass der aktuelle Bürgermeister Rudi Knodel nur ein einziges Mal direkt nach seiner Amtsübernahme teilnahm und danach jeweils seine Stellvertreter entsandte, obwohl andere Bürgermeister landauf, landab den kleinen Spaß gerne mitmachen, gehört wohl zu den kleinen Besonderheiten des Langensteinbachers.
Gleich anschließend an die „Machtübernahme“ finden die Feierlichkeiten seit Abriss der Turn- und Festhalle jeweils im beheizten Festzelt hinter dem Rathaus mit viel „Remmi-Demmi“ ihre Fortsetzung.
Im Laufe der Jahre sind weitere Umzugsteilnahmen, z.B. in Singen und in Ettlingen hinzugekommen.Viel Lob erhalten die Auerbacher Narren bei all diesen Umzügen immer wieder auf Grund des „Bonbon-Bombardements“, welches auf die begeisterten Zuschauer herunterprasselt.
Auch am Aschermittwoch sind die Auerbacher Narren dann noch nicht ganz unterzukriegen.
Trifft man sich doch alljährlich zum traditionellen Heringsessen beim Elferratskollegen Helmut Zechiel, dessen Hausbar immer mehr zum Vereinsheim wurde.
So war man sehr froh über die Einweihung der neuen Talblickhalle am 11.12.1992, welche die Möglichkeiten der FGAV nunmehr wesentlich verbesserte. Dennoch stellte sich auch hier schnell heraus, dass nur eine Prunksitzung nicht für den Publikumszuspruch ausreichte, und man - wie auch zuvor in der "alten Halle" - zwei Prunksitzungen mit dem jeweils gleichen Programm durchziehen musste.
Damit soll allen Fasnachtsfreunden die Möglichkeit gegeben werden, an der Auerbacher Fasnacht, die schon längst zu einem festen Bestandteil des Auerbacher Dorflebens geworden ist, teilzuhaben.
Auf die Einnahmen aus solchen Festveranstaltungen ist die FGAV auch dringend angewiesen, um die beträchtlichen Ausgaben, vor allem für Kostüme, auszugleichen.
Angereichert wird das Programm der Fasnachter durch den jährlich
stattfindenden Tagesausflug in die nähere oder weitere Umgebung. So war man in
den vergangenen Jahren im benachbarten Elsass, aber auch schon in der Schweiz
zu Gast. Des öfteren besuchte man auch verschiedene Ziele im Schwarzwald,
Odenwald, im württembergischen Raum oder in der Pfalz, oftmals verbunden mit
geselligen Sekt- oder Weinproben.
Am 14. Januar 1995 wurde ein Jubiläumsball in der Turn- und Festhalle abgehalten, bei dem zahlreiche geladene Gäste zugegen waren und auch die ersten Ehrungen für 11 Jahre Aktivität bei der Auerbacher Fasnacht erfolgten:
Gerhard Stefan 11
Jahre Präsident der FGAV
Helmut Kunz 11 Jahre Zeremonienmeister
Hedi Mohrhardt 11 Jahre FGAV-Tanzgarde (Gründerin)
Juliane Volmerhausen 11 Jahre FGAV-Tanzgarde (Gründungsmitglied)
Manuela Bürkle 11 Jahre FGAV-Tanzgarde (Gründungsmitglied)
Sabine Ziefle 11 Jahre FGAV-Tanzgarde (Gründungsmitglied)
Rolf-Dieter Guthmann und Hans-Peter Subenieks 11 Jahre Gesangsduo
Die Kapelle "Live", vormals die "Fidelen Karlsbader", bestehend aus den Herren Hubert Müller und Rudi Vogel, wurde für 11jährige musikalische Umrahmung geehrt.
Guggemusik, die "Russe-Gugge", präsentieren, welche von Gerhard Stefan, Rolf-Dieter Guthmann und Manuela Bürkle gegründet wurde und nach nur knapp 9 Monaten Vorbereitungszeit gleich für viel Furore sorgen konnte.
In ihren besten Zeiten unter der organisatorischen Leitung von Manuela Bürkle und später Ralf Seidl erreichten sie eine beachtliche Stärke von über 50 Musikern und waren im ganzen Umkreis gern gesehene Gäste.
Inzwischen hat sich die Gruppe – kurz nach ihrem 11jährigen Bestehen - nach starkem personellen Aderlass und diversen Querelen von der FGAV getrennt. Trotz der Trennung war dieser gemeinsame Zeitabschnitt auch mit vielen Höhepunkten verbunden und damit eine Bereicherung für die FGAV-Geschichte.
Auf Grund der immer größer werdenden Narrenschar und den damit zusammenhängenden Konsequenzen und Problemen entschloss sich der Elferrat 1997 einstimmig, die FGAV als Verein eintragen zu lassen und damit die Rechtsfähigkeit und Gemeinnützigkeit zu erlangen.
Am Freitag, den 17. April 1998, fand im Gasthaus "Hirsch" in Auerbach die Gründungsversammlung der "Fasnachtsgemeinschaft Auerbach e. V." statt, die sich als
Nachfolger der Fasnachtsgemeinschaft Auerbacher Vereine versteht.
Bei den Wahlen wurde Gerhard Stefan zum Präsident und Helmut Zechiel zum Vizepräsident gewählt. Schatzmeister wurde Rolf-Dieter Guthmann und Protokollchefin Sabine Hamm.
Nach 20 Jahren als Präsident gab Gerhard Stefan sein Amt an den neuen Präsidenten Gerald Bossert weiter. In den Prunksitzungen 2005 wurde dann offiziell auf der Bühne der Wechsel vollzogen. Mit „Standing Ovations“ und minutenlangem Beifall wurde Gerhard Stefan verabschiedet, nicht ohne vorher noch zum Ehrenpräsidenten der FGAV ernannt worden zu sein.
Im Januar 2010 wurde dann auf Initiative von Christian Zechiel erstmals auf dem Rudolf-Kohl-Platz hinter dem Rathaus, also ganz in der Nähe der inzwischen abgerissenen „alten Halle“, wo die Fasnacht ihre Auferstehung feierte, ein Narrenbaum gestellt – standesgemäß mit der verzierten Wurzel nach oben. Ein Prozedere, das jetzt ebenfalls zum festen Bestandteil der Auerbacher Fasnacht werden soll.
In der Jahreshauptversammlung 2010 stellte sich Präsident Gerald Bossert aus privaten Gründen nicht mehr zur Wahl – sein Nachfolger wurde mit dem bisherigen Vizepräsident Christian Zechiel trotz seiner jungen Jahre ein „Altgedienter“ der Auerbacher Fasnacht, der bereits mit 6 Jahren als Aktiver beim Kinderfasching seine närrische Karriere einläutete.
Für die Zukunft gilt es, diesen Trend fortzusetzen. Integration
von Kindern und Jugendlichen
in ein intaktes Vereinsleben muss dabei zur Erhaltung des
närrischen Brauchtums in Auerbach eines der wichtigsten Ziele sein.
Wünschen wir dem Verein für die kommenden Jahre viel Glück und Erfolg!
In Auerbach am Rande des Schwarzwaldes lebte vor vielen Jahren ein armer Mann. Er wohnte bei seiner Mutter in einem kleinen Häuschen am Rande des Dorfes. Für die Leute im Dorf war der unscheinbare Mann "nett recht", weil er nicht richtig sprechen konnte und sein Geist verwirrt war.
Seinen Lebensunterhalt verdiente dieser arme Mann durch den Verkauf von Kienspänen. Dafür holte er in mühevoller Arbeit Stumpen aus dem Wald. Schon die Suche nach geeigneten abgestorbenen Kiefernbaumstümpfen war recht beschwerlich. Dann das Spalten und Ausgraben und der Transport nach Hause. Alles mußte er tragen, denn er war ja arm und hatte weder Karren noch Fuhrwerk.
In mühevoller Arbeit schnitzte er die Kienspäne zurecht. Hatte er eine größere Anzahl zusammen, versuchte er sie in den umliegenden Orten zu verkaufen. Dabei kam er bis nach Pforzheim. Auch den weitesten Weg legte er zu Fuß zurück. Selten daß ihn mal ein freundlicher Fuhrmann ein Stück mitfahren ließ.
Wie groß war seine Freude, wenn er dann abends müde und hungrig nach Hause kam und den Teig bei seiner Mutter in der Küche auf dem Werkbrett liegen sah. Dann wußte er es gab seine Leibspeise nämlich Dampfnudeln. Der Teig wurde zu runden Kugeln geformt und er konnte es kaum erwarten, bis sie in der Pfanne gebraten wurden. Hungrig und in Erwartung seiner Leibspeise rief er auf die Teigkugeln zeigend seiner Mutter zu: Kugel backs!"
Bald nannte man ihn überall deswegen Kugelbacks.
So oder ähnlich wird es wohl gewesen sein.........
Dies ist die Geschichte vom Kugelbacks nach Erzählungen von Hedwig
Daub und Irma Weise.
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Die Auerbacher Narrenrakete:
Stufe 1: mit den Händen auf den Tisch schlagen
Stufe 2: mit den Füßen trampeln
Stufe 3: klatschen
Stufe 4: pfeiffen
Stufe 5: Arme hoch und langgezogenes "aaaahhh"
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© by Haggy 24.Dezember 2000